International ChoreoLab Austria 2012 LAND.body.scape_corpography

Art-based research in the interface of body, mind & nature in St. Margarethen/Burgenland

27. August bis 2. September 2012

Als eine neue transdisziplinäre künstlerische Feldforschung in freier Natur kombiniert dieses ChoreoLab performatives Training, Vortrag, Demonstration und Diskussion mit ExpertInnen aus den Gebieten Choreographie/Tanz, Körper-Geist-Techniken, Architektur, Land Art und Botanik.

PerformerInnen sowie ProtagonistInnen unterschiedlicher Disziplinen werden zur gemeinsamen Entfaltung ihres Potentials innerhalb eines kommunikativen Forums in der Kunst- und Naturlandschaft von St. Margarethen eingeladen.

Corpography

Land body scape_corpography vermittelt als „Tanz der Dinge“ zwischen dem (Körper)Innenraum und dem (Körper)Außenraum/Lebensraum und widmet sich der Erforschung der Umwelt durch den Körper, um dabei Modalitäten neu zu definieren. Corpography impliziert eine kritische Untersuchung und Reflexion über die anthropologischen und soziokulturellen Transformationen des Individuums und der Gesellschaft. Gleichzeitig eröffnet es einen breitgefächerten Fragekatalog zu Körper und Umwelt als komplexes System in konstanter Veränderung.

Im Mittelpunkt der corpo-topographischen Analyse steht die Erforschung der Oberflächenstruktur, die nicht als bewegungslose Materie, sondern als lebendige Schnittfläche von Beziehungen durch ihre Charakteristiken bestimmt wird. In diesem speziellen Format bestehend aus Theorie und Praxis, Kontemplation und Realisation, werden elementare Zusammenhänge wie „shape“ und „scape“, Masse und Zerbrechlichkeit, Motion und Emotion, Aktivität und Ruhe durch Garten- und Körperarbeit erforscht.

Kunst- und Naturlandschaft von St. Margarethen

Die Bildhauersymposions-Bewegung wurde von dem international anerkannten Bildhauer Karl Prantl (1923-2010) gegründet. Während er im Steinbruch von St. Margarethen arbeitete, machte er die Erfahrung, dass Skulpturen im Freien von anderen Faktoren und Einflüssen bestimmt werden als in einem geschlossenen Raum. Dies führte 1959 zur Gründung des ersten „Symposions Europäischer Bildhauer“, welches jährlich mit einer Arbeitsgruppe von 10-15 Bildhauern über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten stattfand.

In den folgenden Jahren wuchs auf dem Hügel von St. Margarethen eine einzigartige Kunst- und Naturlandschaft, die außergewöhnliche Land Art Positionen beinhaltet, welche nun mit dem ChoreoLab erneut zum Ausgangspunkt einer Initiative kollektiver künstlerischer Tätigkeiten wird.

Zielgruppe

Unterstützung, Öffnung und gegenseitiges Vertrauen durch gemeinsame Erfahrung zählen bereits seit 2009 zu den besonderen Eigenschaften des ICLA, was die besondere Atmosphäre innerhalb einer Vielzahl von internationalen interdisziplinären Fortbildungsprogrammen ausmacht. Dieses neue Format von kreativer Zusammenarbeit hat ExpertInnen verschiedenster Berufsfelder, Altersgruppen und Kulturen angezogen und beflügelt.

Die Zielgruppe beinhaltet ProtagonistInnen von zahlreichen Bereichen wie Kunst, Architektur, Geistes- und Sozialwissenschaften, Neue Medien, Pädagogik und Umweltwissenschaften.

DozentInnen

(Unterrichtsprache ist Englisch)

Sebastian Prantl (Tänzer/Choreograph, künstlerischer Leiter Tanz Atelier Wien, Österreich)
Künstlerische Leitung ICLA

Cecilia Li (Pianistin, musikalische Leiterin Tanz Atelier Wien, Taiwan/Österreich)
Musikalische Leitung ICLA

Tomas Nelissen (Gründer des Hara Shiatsu Institut, Niederlande/Österreich)
Thema: Shiatsu

Johanna Rainer (Architektin, Österreich)
Thema: Urban Spaces – Rural Spaces and Architecture

Othello Johns (Tänzer/Choreograph, Tanzpädagoge, USA/Deutschland)
Thema: Energy Space / Ritual Space“

Renate Hammer (Architektin, Dekanin – Fakultät für Bildung, Kunst und Architektur, DUK Österreich)
Thema: Origins of Stage

Alexsandro Araujo Guerra (Tänzer, Brasilien/Italien)
Thema: Corpografia (Feldenkrais)

Georg Schramayr (Natur- & Landschaftsführer, Experte für Wildpflanzen, Österreich)
Thema: Nature sanctuary of St. Margarethen